#4 berufsvorbereitende Bildungsmassnahme

Donnerstag, 8. November 2007

Tag 8

Wenn ich das, was ich heute alles gearbeitet habe, konzentriert hinternanderweg gemacht hätte, wäre ich nach einer Stunde fertig gewesen.
Hab ich aber nicht. Stattdessen hab ich nur Unfug gemacht. Entweder gelesen und dazu alibihalber immer in unregelmässigen Abständen irgendwohin geklickt, wo nichts passiert, um beschäftigt zu wirken, oder so Sachen rausgesucht, wie den kürzesten Weg zur nächsten Augenklinik (43,94 km), für den Fall, dass der Todeslaser da aus seinem Kasten rauskommt.
Womit wir auch beim Thema wären:
Denn was gestern noch in weiter Ferne schien, rückte heute in gefährliche Nähe, denn ich weiss nun in Grundzügen, wie dieser Apparat aus der Weltraumtechnik funktioniert, den ihr als DEN LASER kennt! Bald gehts rund.

Aber es ist ja nicht so, dass ich heute nichts gelernt hätte! Im Gegenteil, ich habe heute etwas gelernt, was wohl allen Menschen die in Büros oder Geschäften arbeiten zum Handwerkszeug gehört:

Die hohe Kunst des zerstückelten Gesprächs

Wem das nichts sagt, der Trick in Der hohen Kunst des zerstückelten Gesprächs ist es, nachdem sich die Tür hinter dem/der Kunden/Kundin wieder geschlossen hat, die vorherige Unterhaltung ohne jede Ein- oder Überleitung wieder an exakt der richtigen Stelle aufzunehmen. Und das teilweise nach fünf- bis zehnminütigen Unterbrechungen.
Und ausserdem lag es ja nicht an mir, das ich nichts gemacht hab heute. War ja nun nicht so, dass sich die Arbeit stapelte als ich heimlich Trivialliteratur vom USB-Stick las: Es war halt einfach nix zu tun.

Unschön wurde der Tag allerdings, als die Chefin dann so Sprüche raushaute wie

"Also Ossis und Polen, die hasse ich ja! Kommen alle hier rüber und nehmen uns die Arbeitsplätze weg und saugen sich mit unserem Arbeitslosengeld voll! Ich sach ma, ne, watt nen richtiger Pole ist, der bleibt auch in Polen!"

Tja da kannste dann erstmal nicht viel zu sagen, was sich damit vereinbaren lässt, auch morgen noch zur Arbeit zu kommen. Zum Glück hielt dann die Chefinstochter dagegen und ich konnte mich ein wenig zurücknehmen.
Die kann sie ja nicht feuern.

Mittwoch, 7. November 2007

Tag 7

Habe heute zum ersten Mal wirklich etwas gemacht!
Sollte nämlich nach einer aus dem Netz geklauten Vorlage, Vektorgrafiken für den Todeslaser erstellen, welcher die dann aus Holz ausschneidet. Tödliches Gerät!

Betet, ihr, die ihr da draussen seid, betet, dass ich nie lerne ihn zu benutzen, den Todeslaser!*

Ich bin mir sicher, die Person, die diese Vorlagen gemacht hat, hat noch NIE im Leben ein Rentier gesehen. Ich hab die ganze Zeit nur geflucht beim Nachzeichnen.

Ansonsten war nicht viel los. Lediglich eine Ladung weisser Hemden für irgendeine Security-Firma sollte ich dann unter Anleitung bedrucken. Blöd nur, dass das der letzte Ramsch vom Fabrikverkauf war. Die eine Hälfte hat jeweils 8€ gekostet und bekam dann in der Presse richtig schlimme Flecken. Da war die Presse allerdings wirklich nicht dran schuld. Vielmehr das im Kragen unverrückbar eingenähte Plastikzeug.
Noch besser war jedoch die andere Hälfte der Hemden. Die gabs nämlich schon für 4,50€ und da glich kein Einziges dem Anderen:
Mal hatte der Stoff ein Muster, mal nicht. Mal waren völlig planlos insgesamt 9 Nadeln im Hemd versteckt, mal keine Einzige. Mal Knöpfe am Kragen, mal keine, und so weiter.
Und die waren alle aus der gleichen Charge.
Na gut, aber da die alle zwischen XL und XXL waren ist es wohl auch egal.
Ich stelle mich ja nicht vor einen XXL-Security und sag dem, dass sein Hemd scheisse ist.

Irgendwo nimmt mich der ganze Arbeitsstress total mit.
Ist ja nicht nur so, dass ich keine einzige freie Minute mehr habe, da ich ständig unterwegs bin und erst gegen 22 Uhr zur Ruhe komme. Nein, anscheinend macht mich Lohnarbeit wirklich nervlich fertig.
Ich bin über die Maßen schreckhaft geworden. Jedes mal wenn die Türklingel ihr, nichtmal disharmonisches, Ding-Dong abspult, wenn jemand die Tür öffnet (Oder anleuchtet. Keine Ahnung warum.), zucke ich zusammen. Das allein wäre ja noch erträglich, aber in einer Zangenbewegung wurde ich von Türklingel und vor mir stehendem Telephon eingekreist. Als wäre das nicht genug, hat mir meine Chefin heuer den Todesstoß versetzt, als sie mir im Vorbeigehen, als ich grad vor mich hinfluchend am Rechner saß, auf die Schulter geklopft hat.

Ich wär beinah vom Stuhl gefallen.



*Ich will wirklich in keinster Weise geschmacklos erscheinen, oder mich, über die jüngsten Ereignisse in Finnland heute, lustig machen.
Mit fiel nur gerade ein, dass der obige Satz auch missverstanden werden könnte. Und nachher heisst es dann, ich sei ja immer so ein ruhier und freundlicher Mensch gewesen und das hätte ja keineR kommen sehen, aber die Polizei hätte nun herausgefunden, dass ich im Internet davon phantasiert hätte, mit einem solchen Gerät Böses zu tun. Abgesehen davon, dass es dauern würde, eine medienrelevante Anzahl Menschen dazu zu bringen, nacheinander ihre lebenswichtigen Körperteile da reinzuhalten, da das Ding zu klein ist um ganz reinzuklettern und zu unhandlich um es sich irr vor die Brust zu schnallen und duch die Gegend zu rennen, möchte ich nun einmal völlig klarstellen, dass mir nichts ferner liegt, als aus diesem Büroutensil einen Todesstern zu bauen.

Dienstag, 6. November 2007

Tag 6

Ich habe einen neuen Freund gefunden.
Was auf den ersten Blick wirkt, wie die kondomgewordene, rassistische Karikatur eines Chinesen, entpuppte sich im Laufe des Vormittages als getreuer Gefährte. Mit einigen Handgriffen verlor er auch seinen rassistischen Charakter* zu Gunsten eines Iros.
Nachdem ich völlig ohne Sinn und Nutzen eine Banane vektorisiert hatte, um mich in Corel einzuarbeiten, verbrachte ich den Rest des Arbeitstages damit, heimlich PDFs von meinem USB-Stick zu lesen.

Jetzt steht fest: Ich brauche das hier!

Heute habe ich bemerkt, dass ich auf dem Heimweg an einem Hinweisschild vorbeifahre, auf dem "Freiheit" steht, mit Pfeil in meine Fahrtrichtung. Super.
Aber da ja die sogenannte "Freizeit", in welche ich grad unterwegs war, eben keine "freie Zeit" ist, sondern lediglich der Regeneration der Arbeitskraft dient:
"Im spätindustriellen Zeitalter bleibt den Massen nichts als der Zwang, sich zu zerstreuen und zu erholen, als ein Teil der Notwendigkeit, die Arbeitskraft wiederherzustellen, die sie in dem entfremdeten Arbeitsprozeß verausgabten. Das allein ist die 'Massenbasis' der Massenkultur."**,

trennten wir uns dann, und ich fuhr auf dem Weg in meinen Feierabend linkerhand an der "Freiheit" vorbei. Schon ziemlich zynisch wie Leben und Strassenverkehrsamt einer/einem manchmal mitspielen.

Zum Abschluss sei hier noch zitiert, was ich beim Durchschalten in der SMS-Lauftext-Box bei VIVA sah während Avril Lavigne lief:

"in mir siehts aus wie berlin 45"

Grossartig.



*
Ist vielleicht etwas schlecht zu erkennen (superspionmässiges Handyphoto), aber er hat einen runden Kopf, ist gelb, hat einen schwarzen Pottschnitt und grinst... Ach und für die, die das Ding auf dem Photo nicht erkannt haben: es ist ein Knautschball. Ein mehlgefüllter Luftballon.
**Es ist wahrscheinlich etwas prollig, auf ein Buch zu verlinken, dass ich nicht gelesen habe und wenn, nicht verstanden hätte, aber ich wollte halt intellektuell wirken.

Montag, 5. November 2007

Tag 5

Heute war gar nicht so schlimm.
War der erste Praktikums-Probearbeitstag heute. Gut, der Betrieb ist im allerletzten Dorf und ich darf jetzt jeden Tag ziemlich genau 70 Kilometer fahren, aber der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch letzte Woche war defintiv schlechter als die Realität heute.

Obwohl ich vom Wochenende noch sehr angeschlagen war, hab ich es geschafft pünktlich zu kommen. Hab diesmal aber auch nicht auf Map24 gehört, da ich beim letzten Mal stellenweise durch den tiefsten Wald gelotst wurde und etwa eine dreiviertel Stunde gebraucht habe um in diesem 17175-Seelen-Dorf die richtige Hausnummer zu finden.
Vor Ort war dann auch niemand ausser der Auszubildenden, die jetzt wohl mein Supervisor ist.
Ihr Name wurde mir zwar schon letzte Woche gesagt, jedoch habe ich ihn komplett vergessen. War ja auch nicht wichtig.
Sehr entspannend fand ich, dass die Chefin, welche beim letzten Mal einen sehr negativen Eindruck (Ketterauchen, Gammelstrickjacke) hinterlassen hat, nicht da war. So konnte ich dann im Laufe des Vormittages meine Meinung zu solch weltbewegenden Themen kundtun, wie Trash-Splatterfilmen, welche Sorte Kinder ich am wenigsten mag (die die immer sofort heulen wenn was ist) und was ich von weissen Ledersofas halte (Porno!).
Da ich dabei 240 Seiten eines Kindergarten von Hand kopieren musste, da der Einzug am Kopierer kaputt war, hatte ich auch genügend Zeit und Muße, meine Ergüsse auszuformulieren.
Die gute Frau, die uns den Kram vorbeibrachte hat ungefähr fünfmal betont, dass die Seiten "auf gar keinen Fall durcheinander" geraten dürfen.
Danach hat sie nochmal angerufen, um das nochmal zu bekräftigen.
Und auch wenn sie sich bei nächster Gelegenheit bei meiner Chefin beschwert und auch wenn das heute der erste Tag meiner Probewoche war, aber zusehen wie ihr jegliche Gesichtszüge entgleisen als sie fragte "Sind die auch alle noch geordnet?" und ich mit "Oh mein Gott! Nein! Die sollten jetzt nicht echt geordnet sein, oder?" antwortete, war es wert.
Da sie so oft betont hatte die Ordnung sei ja so immens wichtig hab ich ihr auch die komplett leeren Blätter kopiert die ihr wohl dazwischen gerutscht waren. Da soll mir nochmal eineR sagen, ich mache meinen Job nicht ordentlich!
Nachdem ich dann etwa 2 Kilometer in jeweils 2-Schritte-vom-Kopierer-zum-Tisch-und-wieder-zurück-Portionen abgespult hatte, durfte ich DEN PRAKTIKANTiNNENSCHRECK! in Angriff nehmen.
DER PRAKTIKANTiNNENSCHRECK! war eine unglaublich hässliche Vorlage eines mit Bierfässern beladenen Pferdegespanns aus lilaner Plotterfolie ausfummeln.
Habs ziemlich gut hinbekommen, wie ich finde.
Die halbstündige Mittagspause hab ich erstmal auf eine Stunde gedehnt.
Vielmehr gabs dann auch heute nicht zu tun.
Das schlimmste heute war tatsächlich, dass die Auszubildende jede Frage mit "Ooh-kei!" beantwortete.
So gesehen also ein ganz ruhiger Tag.

Sonntag, 4. November 2007

Tag 4

Endlich komme ich dazu, vom Freitag zu berichten.

Der Tag fing schon irgendwie abgefahren an:
Auf dem Weg zur Schule im Bus sitzend, hielt dieser auf einmal an. Als ich aus dem Fenster sah, sah ich nur Rauch und kapierte erstmal gar nicht wo der denn herkam. Der Fahrer öffnete die Tür um von einem völlig unaufgeregten Menschen gefragt zu werden, ob er denn einen Feuerlöscher hätte. Beide gingen dann zur Quelle des Qualmes, welche nicht, wie ich dachte, irgendwas mit dem Reifen zu tun hatte, sondern das Auto des relaxten Typen war. Die beiden Genies öffneten also die Tür des Wagens und sofort schlugen ihnen meterlange Flammen aus dem Innenraum entgegen. Kam richtiges Paris-feeling auf. Nachdem der Feuerlöscher irgendwohin entleert wurde, ohne grossartig Eindruck zu machen, fuhren wir einfach weiter. Allerdings war die Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt auch schon am einrücken.

Ging dann auch ähnlich absurd weiter.
In meiner Klasse sitze ein Idiot, der es lustig findet die ganze Zeit im Unterricht meinen Namen zu brüllen. Ohne jeglichen Grund geht das die ganze Zeit so:
"Raaaaaaalf! Hey! Raaaaaaaalf! Raaaalf Naaaseee!"
Irgendwann sollte ich dann etwas vortragen und kaum dass ich angefangen hatte blökte er schon dazwischen:
"Ey! Lauter!"
Da hatte ich dann keine Lust mehr. Bin aufgestanden, hab noch einen Stuhl geholt und direkt neben meinen gestellt und ihm gesagt, dass es mir nun reiche und er solle jetzt aufstehen und sich neben mich setzen. Die ganze Klasse hat ihn dann ausgelacht und ihm war das ganze offensichtlich peinlich. Die Wärterin unterstützte mein Vorhaben zwar, jedoch jammerte er etwa drei Minuten rum ("Ich bin doch nich schwul ey und geh dahin!") und dann wars auch gut und er blieb wo er war. Dafür war es dann allerdings während ich danach redete zum ersten Mal seit ich in diesem Zirkus gelandet bin tatsächlich ruhig.
Als die Wärterin zwischendurch den Raum verliess machte dieser Idiot - ich weiss seinen Namen nicht, jedoch könnte er von seinem ganzen Auftreten und way-of-life her auch Cedric-Kevin heissen, weswegen ich ihn im Folgenden auch so nennen werde - Cedric-Kevin machte nun also sein Handy an und spielte einen irrsinnig lauten und hohen Ton ab. Ich hatte noch am Abend beim Partymachen Ohrenschmerzen auf einer Seite davon.
Als dann irgendwann auch noch aus seiner Ecke ein durch den Raum gebrülltes
"Ey du Jude!"
kam, dachte ich mir schon, dass der Rest des Tages eventuell noch unangenehm werden könnte.

In der Hausordnung gibt es einen ziemlich zentralen Punkt, der da lautet, "Das Mitbringen von Waffen ist verboten.".
Das klingt zwar nicht unbedingt nach Gummiparagraphen, jedoch halte ich es für unumgänglich mit den üblichen Massnahmen dort aufzukreuzen - allein schon, weil ich ja vorher zum Bahnhof muss und keine Lust habe zwischen minderjährigen Islamistengangs, Naziprolls und Nazijunkies (Ja, das sind zwei verschiedene Fraktionen an unserem Bahnhof.) ohne diverse Sachen zu stehen. Da ich nun ohnehin schon genervt und angespannt war, dachte ich, ich packe lieber etwas vom Rucksack in die Innentasche meiner Jacke.

Mein Bauchgefühl wurde dann in Geschichte bestätigt.
Aufgabe war es, in eine Karte Europas mit Hilfe eines Atlanten die Länder- und Hauptstädtenamen einzutragen.
Als Cedric-Kevin dann bei Deutschland war, kam es wie es kommen musste:

"Deutschland, Deutschland über a-a-lles..."


Da wars mir dann genug: Aufgestanden, Hand an die Innentasche, andere Hand in die Aussentasche, zu ihm hingegangen und ihn angeschrien, dass es jetzt genug sei und er jetzt sofort aufstehen und rausgehen solle, damit wir das klären können.
Er war völlig entsetzt, weil er gar nicht kapierte, warum ich mich so aufretge und er das einfach nicht erwartet hatte. Der Lehrer ging dann ziemlich zögerlich dazwischen und versuchte Cedric-Kevin zu erklären, dass sowas nunmal zu erwarten sei, wenn er Nazihymmnen singt. Da Cedric-Kevin jedoch immernoch nicht kapieren wollte worums geht, bot ich dem Wärter an, mit Cedric-Kevin in den Aufenthaltsraum zu gehen und ihm das zu erklären. Der Wärter tat sich sichtlich schwer mit der Entscheidung und wollte mehrmals von mir wissen, ob ich ihm denn versichern könne, dass da "jetzt nix passieren wird".
Hab mir also den Idioten im Aufenthaltsraum auf einen Stuhl gesetzt und angefangen ihm das zu erklären.
Da es meiner Erfahrung nach Wenig bringt, in solchen Situationen mit grundsätzlicher Ablehnung des Faschismus und abstrakten Zahlen zu argumentieren, tischte ich Cedric-Kevin auf, mein Opa sei von den Nazis in Sachsenhausen ermordet worden. Was zwar gelogen, aber zweckmässig ist. Das reichte dann auch ziemlich schnell, um ihn zur Einsicht zu bewegen, sich zu entschuldigen und mir zu versichern ich hätte nicht überreagiert als ich ihm Schläge androhte.
Das Cedric-Kevin kein Nazi ist, war mir klar und das habe ich ihm auch gesagt.
Er ist halt nur ein Idiot. Das habe ich ihm auch gesagt.

Zwischendurch steckte dann der Lehrer vorsichtig seinen Kopf um die Ecke und wollte nachsehen ob mit Cedric-Kevin noch alles in Ordnung sei.
Kurz darauf, kam der Chef meiner Gang in den Raum und baute sich in der Tür auf:
"Ey Ralf! Alles in Ordnung bei dir?"
Als wir dann wieder im Klassenraum waren, wurde Cedric-Kevin von den nicht-deutschen Mitschülern erstmal lautstark empfangen und beschimpft. Allerdings schienen sie jedoch nicht so ganz kapiert zu haben, worum es ging:
"Ey bist du kein Deutscher?"
"Äh... ich bin in Deutschland geboren."
"Und woher kommen deine Eltern?"
"Die sind auch hier geboren."
"Ey also bist du doch Deutscher! Was regst du dich dann so auf?"
"Ja aber ich bin doch kein Nazi..."
"Ah... achsoo...
[dreht sich zu Cedric-Kevin] Ey du scheiss Nazi! Der hätte dir ein auf die Fresse haun sollen!"

Tja, ob das nun insgesamt als Erfolg zu verbuchen ist, ist fraglich.
Schliesslich wurde ich danach in der Klasse nicht deswegen abgefeiert, weil ich es nicht habe durchgehen lassen, dass da Naziparolen verbreitet werden, sondern weil ich bisher in diesem Kurs die grösste Gewaltbereitschaft gezeigt habe.
Also von der Aussenwirkung her wohl doch nicht so emanzipatorisch.
Aber dafür finden die mich jetzt alle - bis auf Cedric-Kevin - cool...
Ich hoffe nur, das nächste Woche da keineR auf die Idee kommt jemanden abzustechen, sonst bin ich nicht mehr so beliebt...