Ich habe einfach zu viel zu tun.
Und leider zeigte sich meine Bildungsbegleiterin nicht offen für die Macht des besseren Arguments.
Folglich musste ich wohl oder übel Urlaub nehmen, um alle meine Besorgungen heute zu erledigen. Das mit der Ganztagsakquise hielt sie für keine so gute Idee.
Wenn ich die Zeit finde schreibe ich vielleicht nachher noch etwas.
Freitag, 29. Februar 2008
Donnerstag, 28. Februar 2008
Tag 77
Heute war mal wieder Berufsschule.
Und ja, auch heute war es mal wieder unglaulich langweilig.
Das Beste war in der letzten Stunde in "Ethik". Unsere Lehrerin/Pfarrerin versuchte die selbsternannte Rastafari in meiner Clique anzuprollen und hatte sich dafür irgendwelche Fakten aus dem Internet gezoge. Als sie dann ankam mit "Ja und echte Rastafaris dürfen auch nicht rauchen und tierische Nahrung zu sich nehmen! Na? Sind sie denn auch vegetarisch?", platzte es aus einem Menschen aus der anderen Ecke des Raumes hervor:
"Der da! Der ist Veganer!"
Zugegeben, der Rest der Stunde war gar nicht so schlimm. Zumindest konnte ich einen mehrminütigen Monolog - in dessem Verlauf ich die Pfarrerin (Pastorin?) zwei mal scharf unterbrechen musste, damit sie mich ausreden lässt - über Homophobie und Sexismus unterbringen.
Als in einer vorherigen Stunde die eine Hälfte der Klasse in den EDV-Raum geführt wurde und wir kläglicher Rest sitzen blieben, fingen die wohl einzige ehemalige Studentin in unserer Massnahme und ich an, den Raum im Zuge eines Zielwerfens gen Mülleimer komplett mit Apfelschrapnellen einzusauen. Aber wir haben ihn auch wieder gereinigt.
Und eine neue Erstazbirne für meinen OHP konnte ich auch noch aftreiben. War also ganz in Ordnung der Tag.
Und ja, auch heute war es mal wieder unglaulich langweilig.
Das Beste war in der letzten Stunde in "Ethik". Unsere Lehrerin/Pfarrerin versuchte die selbsternannte Rastafari in meiner Clique anzuprollen und hatte sich dafür irgendwelche Fakten aus dem Internet gezoge. Als sie dann ankam mit "Ja und echte Rastafaris dürfen auch nicht rauchen und tierische Nahrung zu sich nehmen! Na? Sind sie denn auch vegetarisch?", platzte es aus einem Menschen aus der anderen Ecke des Raumes hervor:
"Der da! Der ist Veganer!"
Zugegeben, der Rest der Stunde war gar nicht so schlimm. Zumindest konnte ich einen mehrminütigen Monolog - in dessem Verlauf ich die Pfarrerin (Pastorin?) zwei mal scharf unterbrechen musste, damit sie mich ausreden lässt - über Homophobie und Sexismus unterbringen.
Als in einer vorherigen Stunde die eine Hälfte der Klasse in den EDV-Raum geführt wurde und wir kläglicher Rest sitzen blieben, fingen die wohl einzige ehemalige Studentin in unserer Massnahme und ich an, den Raum im Zuge eines Zielwerfens gen Mülleimer komplett mit Apfelschrapnellen einzusauen. Aber wir haben ihn auch wieder gereinigt.
Und eine neue Erstazbirne für meinen OHP konnte ich auch noch aftreiben. War also ganz in Ordnung der Tag.
Mittwoch, 27. Februar 2008
Tag 76
Ich habe ja schon einmal Napoleons Toilettenverhalten angerissen.
Heute kam ich in den zweifelhaften Genuss eines direkten Kontaktes. Wir hatten im anderen Gebäude Unterricht und er kam rein, als ich gerad im Bad war um mich frisch zu machen.
Ich rede grundsätzlich nicht mit Menschen wenn ich im Bad bin. Das Schlimmste ist ja, wenn menschen versuchen mit mir zu reden, wenn ich in einer geschlossenen Kabine bin. Einfach ignorieren. Und obwohl ich nur am Waschbecken stand, ignorierte ich auch Napoleon. Na gut, das tue ich auch wenn ich nicht im Bad bin.
Er kommt also herein, begrüsst mich und stellt sich neben die Minitrennwand neben mir ans Pissoir.
Und fängt an Geräusche zu machen.
Und zwar richtig laute.
So ein unglaublich peinliches gequetschtes Stöhnen, das Menschen machen, die sich über Menschen lustig machen wollen, die grad auf der Toilette sitzen. Normalerweise denken wir dann, die überspitzte Darstellung dieser Geräuche sei völlig übertrieben. Tja, aber Napoleon hat noch einen draufgesetzt.
Die Geräuschkulisse bestand insgesamt aus drei Teilen die sich rhythmisch wiederholten:
Gequetschtes Stöhnen.
Flatulenz.
Ein paar porzellane Plätschergeräuche.
Ich habe davon dann nur etwa drei Durchgänge durchgehalten, bevor ich meine Kosmetikaktion abbrechen und den Raum verlassen musste.
Wie es so seine Art ist hatte Napoleon natürlich auch die Tür zum Flur offen gelassen. Immerhin war ich somit nicht der einzige, der/die seine Geräusche mitbekommen musste.
Heute kam ich in den zweifelhaften Genuss eines direkten Kontaktes. Wir hatten im anderen Gebäude Unterricht und er kam rein, als ich gerad im Bad war um mich frisch zu machen.
Ich rede grundsätzlich nicht mit Menschen wenn ich im Bad bin. Das Schlimmste ist ja, wenn menschen versuchen mit mir zu reden, wenn ich in einer geschlossenen Kabine bin. Einfach ignorieren. Und obwohl ich nur am Waschbecken stand, ignorierte ich auch Napoleon. Na gut, das tue ich auch wenn ich nicht im Bad bin.
Er kommt also herein, begrüsst mich und stellt sich neben die Minitrennwand neben mir ans Pissoir.
Und fängt an Geräusche zu machen.
Und zwar richtig laute.
So ein unglaublich peinliches gequetschtes Stöhnen, das Menschen machen, die sich über Menschen lustig machen wollen, die grad auf der Toilette sitzen. Normalerweise denken wir dann, die überspitzte Darstellung dieser Geräuche sei völlig übertrieben. Tja, aber Napoleon hat noch einen draufgesetzt.
Die Geräuschkulisse bestand insgesamt aus drei Teilen die sich rhythmisch wiederholten:
Gequetschtes Stöhnen.
Flatulenz.
Ein paar porzellane Plätschergeräuche.
Ich habe davon dann nur etwa drei Durchgänge durchgehalten, bevor ich meine Kosmetikaktion abbrechen und den Raum verlassen musste.
Wie es so seine Art ist hatte Napoleon natürlich auch die Tür zum Flur offen gelassen. Immerhin war ich somit nicht der einzige, der/die seine Geräusche mitbekommen musste.
Dienstag, 26. Februar 2008
Tag 75
Ich hab jetzt schon keine Lust mehr auf ehrliche Arbeit.
Und dabei fange ich erst nächste Woche an.
Jetzt steht da im Praktikumsvertrag ein Passus, dass ich „betriebliche Vorgänge“ verschwiegen behandeln werde. Na, aber ich denke, da ich es bisher vermieden habe Städte- oder Firmennamen zu nennen, geht das schon irgendwie in Ordnung. Oder?
Wenn es hart auf hart kommt:
Und dabei fange ich erst nächste Woche an.
Jetzt steht da im Praktikumsvertrag ein Passus, dass ich „betriebliche Vorgänge“ verschwiegen behandeln werde. Na, aber ich denke, da ich es bisher vermieden habe Städte- oder Firmennamen zu nennen, geht das schon irgendwie in Ordnung. Oder?
Wenn es hart auf hart kommt:
blogger credibility < Ausbildungsplatz
Es ist eine sehr stressige Woche für mich, daher kommt mein täglicher Output möglicherweise etwas zu kurz. Und hätte ich meinen Rucksack nicht vergessen, würde ich jetzt hier eine Zahlensequenz beifügen, deren Muster zu erkennen mir bisher völlig unmöglich war. Ich hole es morgen nach.
Nachdem ich früher aufgestanden und einen Umweg gefahren bin um meinen Rucksack zu holen mit meinen Sachen fürs BZ drin.
Es ist eine sehr stressige Woche für mich, daher kommt mein täglicher Output möglicherweise etwas zu kurz. Und hätte ich meinen Rucksack nicht vergessen, würde ich jetzt hier eine Zahlensequenz beifügen, deren Muster zu erkennen mir bisher völlig unmöglich war. Ich hole es morgen nach.
Nachdem ich früher aufgestanden und einen Umweg gefahren bin um meinen Rucksack zu holen mit meinen Sachen fürs BZ drin.
Montag, 25. Februar 2008
Tag 74
Die Kurzfassung vorweg:
Nächste Woche fange ich mit meinem Praktikum an und sollte ich mich nicht anders entscheiden werde ich dort auch eine Ausbildung zum Bauzeichner machen.
Nun die Details:
Ich wollte hier eigentlich eine Passage aus irgendeinem Scheibenweltroman zitieren. Die, in der die Uhr im Wartezimmer des Büros des Patriziers beschrieben wird. Leider finde ich die entsprechende Stelle nicht. Der Trick an der Uhr ist jedoch der, dass sie absichtlich unregelmässig tickt und so alle Wartenden zermürben soll.
Ich kam also nun, überpünktlich und gekleidet wie eine Mischund aus Croupier und Kellner, an, fand den Eingang und nahm in genau diesem Wartezimmer Platz. Denn direkt vor mir stand eine etwa 1,90 Meter grosse alte Pendeluhr, die sowas von schief stand, dass ich nirgends anders hinsehen konnte. Und dann stand die auch noch direkt neben der Türzarge, so dass ich eine Vertikale als Massstab hatte, die das ganze noch schlimmer machte. Schiefe Bilder versuche ich dann immer gerade zu hängen, aber beim ersten Besuch direkt die antike Standuhr umschmeissen kommt wohl nicht so gut. Wenn ich den Ausbildungsvertrag in der Tasche habe versuch ich die auszurichten.
Derartig in die Mangel genommen kam ich dann ins Büro des Chefs. Das Gespräch verlief ganz gut, er machte einen netten Eindruck und er schien mir die Ausbildung regelrecht aufdrängen zu wollen. Mir solls recht sein. Danach wurde ich noch von einer ausgebildeten Bauzeichnerin durchs Gebäude geführt und durfte mir von der Sekretärin anhören, ich sehe ja aus wie Costa Cordalis.
Nächste Woche gehts also los. Der Welpenschutz besteht darin, dass ich Montag dann erst um acht anfangen muss. Sonst gehts immer von sieben bis 16 Uhr, ausser Freitags, da nur bis 13:15Uhr.
Auf der Garage gegenüber steht mit krakeliger Dose geschrieben:
Meine Bildungsbegleiterin, zu der ich nach meinem Gespräch noch kommen sollte, bescheinigte mir dann, dass ich bestimmt derart erschöpft sei von diesem Gespräch, dass ich aufs Sofa müsse.
Recht so.
Nächste Woche fange ich mit meinem Praktikum an und sollte ich mich nicht anders entscheiden werde ich dort auch eine Ausbildung zum Bauzeichner machen.
Nun die Details:
Ich wollte hier eigentlich eine Passage aus irgendeinem Scheibenweltroman zitieren. Die, in der die Uhr im Wartezimmer des Büros des Patriziers beschrieben wird. Leider finde ich die entsprechende Stelle nicht. Der Trick an der Uhr ist jedoch der, dass sie absichtlich unregelmässig tickt und so alle Wartenden zermürben soll.
Ich kam also nun, überpünktlich und gekleidet wie eine Mischund aus Croupier und Kellner, an, fand den Eingang und nahm in genau diesem Wartezimmer Platz. Denn direkt vor mir stand eine etwa 1,90 Meter grosse alte Pendeluhr, die sowas von schief stand, dass ich nirgends anders hinsehen konnte. Und dann stand die auch noch direkt neben der Türzarge, so dass ich eine Vertikale als Massstab hatte, die das ganze noch schlimmer machte. Schiefe Bilder versuche ich dann immer gerade zu hängen, aber beim ersten Besuch direkt die antike Standuhr umschmeissen kommt wohl nicht so gut. Wenn ich den Ausbildungsvertrag in der Tasche habe versuch ich die auszurichten.
Derartig in die Mangel genommen kam ich dann ins Büro des Chefs. Das Gespräch verlief ganz gut, er machte einen netten Eindruck und er schien mir die Ausbildung regelrecht aufdrängen zu wollen. Mir solls recht sein. Danach wurde ich noch von einer ausgebildeten Bauzeichnerin durchs Gebäude geführt und durfte mir von der Sekretärin anhören, ich sehe ja aus wie Costa Cordalis.
Nächste Woche gehts also los. Der Welpenschutz besteht darin, dass ich Montag dann erst um acht anfangen muss. Sonst gehts immer von sieben bis 16 Uhr, ausser Freitags, da nur bis 13:15Uhr.
Auf der Garage gegenüber steht mit krakeliger Dose geschrieben:
Gegen jeden Antisemitismus!
Nieder mit D-Lland![sic]
Das wiegt die ganzen Nazisticker in der Gegend dann wieder ein bisschen auf.Nieder mit D-Lland![sic]
Meine Bildungsbegleiterin, zu der ich nach meinem Gespräch noch kommen sollte, bescheinigte mir dann, dass ich bestimmt derart erschöpft sei von diesem Gespräch, dass ich aufs Sofa müsse.
Recht so.
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